Diese Geschichte widme ich meiner Oma und einer sehr schönen Zeit mit ihr.

Ich sah sie nur sehr selten, denn sie wohnte im hohen Norden. Einmal im Jahr, meist in den Weihnachtsferien fuhren wir mit der Eisenbahn, sie zu besuchen. Es waren besonders schöne Wochen, in denen sie sich viel Zeit für mich genommen hatte. Ihr Haus lag ganz weit draußen. Zur Kirche mussten wir lange laufen und manchmal holte uns der Schlitten meines Onkels ab. Ganz oft waren wir im Freien und spielten im Schnee. Manchmal konnte man schon kleinen Blümchen durch den Schnee blitzen sehen. Heute weiß ich, dass das Krokusse waren. Damals waren sie für mich ein Wunder, da Blumen doch immer nur im Sommer wachsen (dachte ich). Die Katze hieß Miezimaunz. Auch für sie war unser Besuch immer eine besondere Zeit. Sie liebte es, jederzeit mit uns nach draußen zu gehen und zu spielen.

Für mich hatte meine Oma einen ganz speziellen Kosenamen. Sie nannte mich SNOWMAID - nach einer Figur, aus einem Märchen ihrer eigenen Kindheit. Und ich verstand: SNOMED. Lustig war, dass während dieser Zeit, in der wir bei meiner Oma waren, auch der Rest meiner Familie mich nur noch SNOWMAID nannte. So ist damals dieses Bild entstanden: Oma + Snomed. Naja - ich wusste es mit 5 Jahren noch nicht besser.

Das Bild kam nun bei einer Aufräumaktion meiner Eltern wieder zum Vorschein. Eine Erinnerung für mich, für meine Geschwister, meine Eltern und für alle meine Tanten, Onkeln, Cousinen und Cousins, damit diese schöne Zeit für uns lebendig bleibt.

Petra Goldbach, anno 2006